SPANDAUER UFER

Neubau, Wohnen / Büro / Gewerbe / Hotel, Massivbau / Verbundbau

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OVERVIEW

Umgeben von der grünen Lunge Berlins, perfekt angebunden an die City und mit einem kilometerlangen Havelufer ist Spandau einer der dynamischsten Berliner Bezirke, mit hohem Entwicklungspotenzial und Lebensqualität.  

Um dieses Potenzial zu „heben“ wurde das Projekt Spandauer Ufer aus der Taufe gehoben. Dieses neue Stadtquartier, mit annähernd 100.000 m² ober- und unterirdischer Geschossfläche entsteht unmittelbar am Wasser nur wenige Schritte vom Rathaus, den Spandau Arcaden und der Altstadt entfernt, ein neues Stadt-Quartier, das durch seine typisch berlinerische Mischnutzung, bestehend aus Wohnen, Gewerbe, Hotel, Büroflächen, Cafés, Restaurants und Einzelhandel, für höchste Lebens- und Arbeitsqualität steht. Zudem wird durch die unmittelbare Nähe zum Spandauer Bahnhof eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sichergestellt. 

Das architektonische Konzept zeichnet sich durch eine Staffelung der Gebäudehöhe aus, so dass einige der Gebäudekörper Hochhäuser sind während andere als Gebäude normaler Höhe eingestuft werden können, was Auswirkungen auf die funktionalen Anforderungen hat.  

Das Projekt umfasst vier Hochhäuser (die Bauteile A – D) , die aus zweigeschossigen Sockelgebäuden aufsteigen. Verbunden werden die Hochhäuser A und B bzw. C und D zudem durch die Bauteile B` und D` mit maximal 6 Obergeschossen inklusive Sockel. 

Der weitläufige Sockel, der große lichte Geschosshöhen bereitstellt bietet großzügige Flächen für Handel und Gastronomie. Der neue Havelbalkon, der durch eine Abtreppung der Decke über dem EG bzw. dem UG gebildet wird, lädt zum Verweilen ein und gibt den Blick auf die Havel und die Uferpromenade frei. 

In den aufgehenden Gebäuden sind vielfältige Nutzungen, wie Büros, Wohnungen, Hotels oder Arztpraxen untergebracht. Das Gebäude B, mit insgesamt 21 oberirdischen Geschossen inklusive Sockel formt den höchsten Punkt des Ensembles. Die großen Gebäudehöhen, verbunden mit der eher niedrigen umgebenden Bestandsbebauung, ermöglichen spektakulären Ausblicken: Von Teufelsberg und Zitadelle über die „scharfe Lanke“ in die Havellandschaft Richtung Potsdam reicht der Blick bis weit über Spandau hinaus. 

Alle Gebäude werden in Massivbauweise als Stahlbetonskelette hergestellt. Sofern möglich wurde versucht unterzugsfreie Flachdecken auszuführen, um die Installationsflexibilität zu maximieren. Im Bereichen mit großen Spannweiten sind zur Optimierung der Gebäudemassen Hohlkörperdecken vorgesehen. 

Der vertikale Lastabtrag erfolgt über Wände und Stützen. Die Position Stützen wird maßgeblich von der Fassadenkonzeption beeinflusst, wobei zwischen tragenden und „quasi-nichttragenden“ Stützen unterschieden wird. Die tragenden Stützen laufen im Prinzip ohne Versatz bis zur Gründung, die „quasi-nichttragenden“ Stützen werden zwar auch in Stahlbeton ausgeführt und monolithisch mit den Decken verbunden, aufgrund der fehlenden Kontinuität der Fortführung bis zur Bodenplatte beteiligen sich diese aber nur sehr eingeschränkt am Lastabtrag. 

Aufgrund der funktionalen Anforderungen hat der Bestand in Teilbereichen ein, in anderen Bereichen zwei Untergeschosse. Aufgrund der sich aus den unterschiedlichen Gebäudehöhen stark variierenden Gründungslasten und das der Baugrund relativ weich ist, kommen im Projekt unterschiedliche Gründungsvarianten zum Einsatz. Während die die nicht überbauten und die nur niedrig überbauten Bereiche flach gegründet werden, werden die beiden Hochhäuser B und D mittels Pfählen gegründet. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Kombinierte-Pfahl-Plattengründung des Bauteils B dar, die eine intensive Abstimmung zwischen Baugrundsachverständigem, Hochbau- und geotechnischen Prüfer sowie WSK erfordert hat. An der nordwestlichen „Ecke“ des Baugrundstücks verläuft zudem eine Medienleitung, die nicht verlegt werden konnte. Da das Bauteil A aber in den oberirdischen Geschossen darüber hinaus kragt, müssen die Stützenlasten im 1. Obergeschoss zurückgehangen werden. Die daraus resultierende, punktuelle Lastspitze auf die Gründung machte eine partielle Gründung des Gebäudes A auf Schlitzwandbaretten erforderlich.

Bauherr

Spandauer Ufer GmbH & Co. KG
ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH Köln, LPH 1-4
HPP Architekten GmbH, LPH 5-8

Eckdaten

Ca. 80.000 m² (oberirdisch) BGF
Start 03/2017
LPH 1-6

Leistungen/Merkmale
  • Neues Stadtquartier in Spandau mit 6 oberirdischen höhengestaffelten Baukörpern
  • Nutzungsmix aus Wohnen, Büro, Hotel und Retail
  • Vier der aufgehenden Gebäude sind Hochhäuser
  • maximale Gebäudehöhe ca. 82m. Je nach Bereich bis zu zwei Untergeschosse
  • Trogbaugrube mit Schlitzwänden
  • Vertikaler Lastabtrag über die Schlitzwände
  • KPP – kombinierte-Pfahl-Platten-Gründung
  • Gründung über Schlitzwandbaretten statt Pfählen