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Neubau, Wohnen, Massivbau

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OVERVIEW

Auf dem Areal eines ehemaligen Bürogebäudes in Düsseldorf-Lörick wurde der Neubau eines Gebäudekomplexes bestehend aus 3 Riegeln (Bauteile A, C-D) mit bis zu 8 aufgehenden Geschossen und einem 19-stöckigen Hochhaus (Bauteil B) geplant. Es handelt sich dabei um Wohngebäude mit einer integrierten Kindertagesstätte. Unterirdisch ist eine Tiefgarage mit bis zu zwei Untergeschossen integriert worden, die als WU-Konstruktion ausgebildet ist. Vor der Entscheidung zum Abriss und Neubau erfolgte eine intensive Untersuchung auf Weiternutzung des Bestandes, welche von WSK begleitet wurde. Ebenso wurde die Abbruchstatik durch WSK erstellt.

Das Bauteil A besteht aus 7 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss (7.OG). Die Stabilität des Gebäudes wird über die Wandschreiben der Stahlbetonkerne (Treppenhäuser und Aufzüge) und Wohnungstrennwände des Gebäudes sichergestellt. Die im Erdgeschoss angeordnete Kita erfordert aus Schallschutzgründen eine höhere Deckenstärke als bei den Wohngeschossdecken.

Das Bauteil B besteht aus 17 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss (17.OG). Die Stabilität des Gebäudes wird über Wandscheiben der Stahlbetonkerne (Treppenhäuser und Aufzüge) des Gebäudes sowie in Abhängigkeit der Auslastung und der Geschossebene zusätzlich über die Giebel- und Flurwände sichergestellt. Die Außenwände stellen ebenfalls die Stabilität des Gebäudes sicher.

Das Bauteil C besteht aus 5 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss (5.OG). Das Bauteil D besteht aus 4 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss (4.OG). Die Stabilität des Gebäudes wird über die Wandscheiben der Stahlbetonkerne (Treppenhäuser und Aufzüge) des Gebäudes sichergestellt.

Das UG1 umfasst die Unterkellerung der Bauteile A bis D und des Innenhofes. Ebenso sind im Westen außenliegende Bereiche unterkellert. Die Unterkellerung im UG2 erstreckt sich lediglich auf die Bauteile A und B und daran angrenzende Teile des Innenhofes.

Die tragenden Stahlbetonwände aus den aufgehenden Gebäuden werden in vielen Bereichen in den Untergeschossen fortgeführt. Jedoch gibt es einige Lasten, die zur Erzeugung der Stellplätze und Fahrwege umgeleitet werden. In den Untergeschossen werden die Trennwände i.d.R. massiv (Beton oder MW) ausgebildet. Einzige Ausnahme stellen die leichten Trennwandsysteme der Mieterkeller untereinander dar.

Als Highlight des Hochhauses bilden an zwei Ecken weit auskragende Balkone. Die Aufnahme der Lasten erfolgt hier durch ca. 4 m weit auskragende Brüstungen, die thermisch entkoppelt an den Rohbau angeschlossen sind. Diese Brüstungen und auch Teile der Balkonplatten sind als Fertigteil ausgebildet, um den schnellen und maßgenauen Einbau sicherzustellen. Das Zusammenspiel aus thermischer Trennung, Verbindung der einzelnen Fertigteile und architektonischen Vorgaben erforderte eine intensive Planung im Team. Dazu sorgt ein Wechsel der Auskragung in mittlerer Höhe des Gebäudes für eine abwechslungsreiche Außenansicht, die zugleich eine Herausforderung für die Entwässerungsführung bedeutete.

Der parkähnliche angelegte Innenhof des Ensembles ist bereichsweise für die Befahrung durch Feuerwehrfahrzeuge ausgelegt.

Bauherr

Instone Real Estate Development GmbH
geitner architekten GmbH, Düsseldorf / ORP Oezen-Reimer+Partner

Eckdaten

Ca. 21.000 m² BGF
Start 04/2017
LPH 1-6

Leistungen/Merkmale
  • Abriss eines leerstehenden Bürogebäudes, Wohnbebauung
  • 3 Riegel mit bis zu 8 aufgehenden Geschossen und Hochhaus mit 19 oberirdischen Geschossen
  • Tiefgarage mit bis zu zwei Untergeschossen
  • Windgutachten für Hochhaus
  • Balkone mit bis zu 4m Auskragung
  • Erdbebenlasten und Grundwasser (WU-Konstruktion)
  • Visualisierung: rendertaxi GmbH