H27 Düsseldorf

Hammerstraße 27

Neubau, Büro, Massivbau

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OVERVIEW

Neubau eines multifunktionalen Einzelhandels-, Wohn- und Bürohauses mit Tiefgarage, Hammerstraße 27, Düsseldorf Medienhafen

Auf dem Grundstück Hammerstr. 27 im Düsseldorfer Medienhafen realisierte die Ratinger Quartiers- und Projektentwicklungsgruppe INTERBODEN eine exklusive Immobilie. Der Neubau des Büro- und Wohnhauses, nach dem Entwurf der HPP Architekten aus Düsseldorf, besteht aus einem Gebäudekomplex mit bis zu 6 Obergeschossen sowie einer 2-geschossigen Tiefgarage. Die Bürobereiche wurden als Großraumbüros geplant und die Wohnungen als Micro-Appartements. Im Erdgeschoss wurde Einzelhandel angesiedelt. Die multifunktionale Immobilie nur H 27 Düsseldorf genannt, vereint somit hochwertigen Einzelhandel mit anspruchsvollen Büroflächen und attraktiven Apartments. Das Gebäude wurde in massiver Stahlbetonbauweise geplant. Im Bereich der Büronutzung wurde aufgrund der Flexibilität auf ein Flachdeckensystem zurückgegriffen. Im Wohnbereich ist nur jede zweite Wand tragend angesetzt, um ggf. auch dort flexibel auf spätere Zusammenlegungen einzelner Wohneinheiten reagieren zu können.

Das Gebäude H 27 befindet sich in der Erdbebenzone 1. Zur Aussteifung wurden die über die Geschosse durchlaufenden Betonwände und die Treppenhauskerne aktiviert. Wände, die in den unteren Ebenen abgefangen werden mussten, wurden als wandartige Träger bemessen und ausgeführt. Als Einspannebene der aussteifenden Wände wurde die Decke über dem Untergeschoss herangezogen, da das UG als „Steifer Kasten“ angesetzt wurde.
Das Deckenraster beträgt in den Büronutzungen eine Spannweite von bis zu 8,10 m. Die Deckenspannweiten im Bereich der Micro-Appartements betragen bis zu ca. 10 m. Aufgrund dieser hohen Spannweiten kamen Deckenstärken von mindestens 30 cm zur Ausführung.

Aufgrund der hohen Lasten unter den TG-Stützen wurde sich für eine Bohrpfahlgründung entschieden. Eine zuerst angedachte Flachgründung über eine 60 cm starke Bodenplatte wurde verworfen, da durch die hohen Lastkonzentrationen Verstärkungen der Bodenplatte von bis 130 cm erforderlich gewesen wären. Es kamen Pfähle mit den Durchmessern 90 cm und 120 cm und Längen von 5,50 m bis zu 12,00 m zur Ausführung. Aufgrund des hohen Bemessungswasserstands musste für die Wanne die Auftriebssicherheit nachgewiesen werden. Im Bauzustand wurden die erforderlichen Maßnahmen gegen das Aufschwimmen des Baukörpers beim Hochwasserereignis in einem Flutungskonzept erarbeitet und umgesetzt.

Das Büro IDK Kleinjohann hat die Leistungsphasen 1-6 inkl. der Nachweise des konstruktiven Brandschutzes und der Erdbebennachweise bearbeitet. Auch ohne eine gemeinschaftliche Planung in der BIM-Methodik wurde das Projekt Hammerstraße 27 intern vollständig und von Beginn an mit einem räumlichen Konstruktionsmodell geplant, das ebenso für die Ableitung der Pläne genutzt wurde als auch für die Erstellung eines räumlichen Berechnungsmodells diente. Dadurch konnte vor allem die Bemessung der architektonisch herausragenden Bauteile wirtschaftlich optimiert erfolgen und wesentliche Gebäudekennzahlen konnten über die Planungszeit verfolgt werden.

Bauherr

Interboden GmbH & Co. KG
HPP Architekten GmbH

Eckdaten

12.780 m² BGF
Start 04/2016
LPH 1-6

Leistungen/Merkmale
  • Fünfgeschossiger Bürobau mit sechsgeschossigen Micro-Appartements
  • Zwei Untergeschosse im Grundwasserbereich
  • Mehrfache Auskragungen und komplexe Abfangungen
  • Koordinierte BIM-Planung
  • Tragende Fassade mit Sandwichelementen
  • Milimetergenau strukturierte Betonfertigteilfassade