EIFELWALL –

NEUBAU HISTORISCHES ARCHIV UND RHEINISCHES BILDARCHIV KÖLN

Neubau, Öffentlich, Massivbau

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OVERVIEW

Im Zuge des städtebaulichen Masterplans für die Innenstadt Köln wurden am Standort Eifelwall das Historische Archiv Köln und das Rheinische Bildarchiv im Auftrag der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln in einem Neubau zusammengeführt.
Diese fungieren als Auftakt des geplanten „Wissenspark“ an der Schnittstelle zwischen Innenstadt und innerem Gürtel. Der Gebäudekomplex des Historischen Archivs Köln und des Rheinischen Bildarchivs der Stadt Köln ist eine bürgernahe Einrichtung, um sowohl Fachleute als auch Studenten oder interessierte Bürger an der Kölner Geschichte teilhaben zu lassen. Entstanden ist Europas modernstes kommunales Archiv nach einem Entwurf von Waechter + Waechter Architekten, mit einer Gebäudetechnik, wie sie so noch nie entwickelt und verbaut wurde. Durch diese werden die hohen Anforderungen an die Klimastabilität für die empfindlichen Archivalien sichergestellt.

Die Kölner Archive sind in drei große Bereiche gegliedert. Es gibt einen 5-geschossigen Magazinbau der durch eine Fuge von dem dreigeschossigen, hauptsächlich öffentlich zugängigem Mantelbau getrennt ist. Die Flächen des Magazinbaus dienen hauptsächlich der Verwahrung des Archivguts. Der Mantelbau wird vom Magazinbau umgeben und seine Seitenbereiche beinhalten überwiegend Vortrags-, Büro-, Seminar- und Verwaltungsräume, sowie Werkstätten zur Aufbereitung des Archivguts. Im Untergeschoss befinden sich Technikräume sowie weitere Räume der Bibliothek. Der südöstliche Teil des Mantelbaus ist nicht unterkellert. Zwischen Magazin und Mantelbau liegen zwei Innenhöfe und der Eingangsbereich des Gebäudekomplexes wird durch einen Kopfbau definiert.

Das Historische Archiv und Rheinisches Bildarchiv der Stadt Köln wurden in Massivbauweise mit punkt- und liniengestützten Flachdecken ausgeführt.
Im Kopfbau mussten Spannweiten von bis zu 9 m überbrückt werden. Die Deckenplatten lagern auf eingerückten Fassadenstützen bzw. auf Innenstützen und auf den aussteifenden Wänden und Kernen auf. Die horizontale Aussteifung der Gebäudekomplexe erfolgt über die aussteifenden Kernzonen und die aussteifenden Wände. Die Wandstärken der Außenwände des Magazinbaus betragen 30 cm und sind in Stahlbeton ausgeführt. Es mussten Stützen mit Abmessungen von 30/80 cm berücksichtigt werden.

Die Gründung des Kölner Archivs erfolgte in einer Kombination aus Tief- und Flachgründung. Wegen der sehr hohen Lasten und geringer Tragfähigkeit des Bodens wurde eine Pfahlgründung unter dem Magazinbau ausgeführt. Ebenso belief es sich unter dem Kopfbau und einem Teil des Mantelbaus; hier sind die Lasten zwar moderat, der anstehende bindige Boden war jedoch nicht tragfähig. Flachgründung mit Streifen und Einzelfundamenten erfolgte im nordöstlichen unterkellerten Mantelbau und auch im nicht unterkellerten Bereich des Mantelbaus.

Das Büro IDK Kleinjohann hat die Leistungsphasen 1 – 6 und 8, sowie die Erdbebennachweise und die Nachweise des konstruktiven Brandschutzes bei dem Projekt Historisches Archiv und Rheinisches Bildarchiv der Stadt Köln bearbeitet. Auch ohne eine gemeinschaftliche Planung in der BIM-Methodik wurde das Projekt intern vollständig und von Beginn an mit einem räumlichen Konstruktionsmodell geplant, das sowohl für die Ableitung der Pläne genutzt wurde als auch für Erstellung eines räumlichen Berechnungsmodells diente. Dadurch konnte vor allem die Bemessung der architektonisch herausragenden Bauteile wirtschaftlich optimiert erfolgen und wesentliche Gebäudekennzahlen konnten über die Planungszeit verfolgt werden.

Bauherr

GWSK Köln
Waechter + Waechter Architekten BDA

Eckdaten

30.400 m² BGF
Start 12/2010
LPH 1-6 & 8

Leistungen/Merkmale
  • 125 m Gebäude fugenlos
  • Rollregallager 15 kN/m²
  • zul. Verformung l/1000
  • Magazinbau sechsgeschossig
  • Mantelbau dreigeschossig
  • Ein Untergeschoss
  • Mischgründung mit Berücksichtigung von Bodendenkmälern
  • Flachgründung auf Polsterschicht
  • Pfahlgründung lageoptimiert